Umgebung

1. Das finden Sie nirgendwo anders!

Masuren und Ermland verdanken ihre einzigartige Landschaft einem Gletscher, der vor Jahrtausenden das Gebiet schön prägte und formte. Der Gletscher hinterließ hier viel Gewässer und Seen. Masurische Natur und touristische Infrastruktur gewährleisten den Menschen seit Langem einen perfekten Urlaub. Unsere Ferienhäuser liegen in einem Wald am Wasser in einer einzigartigen Landschaft. Unser Feriendorf wird durchs Wasser von drei Seiten umgeben, so dass man den Eindruck hat, als ob sich unsere Ferienhäuser fast auf einer Halbinsel befinden würden.
Die ältesten Beweise für die menschliche Besiedlung in unserem Gebiet sind die fürs Bogenschießen benutzte Pfeilspitzen aus Feuerstein, die in Bergfriede (6 Km von uns) gefunden wurden und etwa 14.000 Jahre alt sind. In Koslinen und Wadang fand man Hörnerhacken, die auf vor 8.000 Jahren v.u.Z. datiert werden. Laut Archäologen sind sie ein Beleg für die ersten Spuren des menschlichen Ackerbaus in diesem Gebiet.

  Ein Hügelgrab ist nichts anderes als ein Grab, das einem kegel- oder halbkreisförmigen Erdhügel aus Erde bzw. aus Stein ähnelt und in dem sich eine Grabkammer befindet. Im Inneren können sich sterbliche Überreste in Form von Knochen und Gebeinen oder Aschen der Toten in verschlossenen Urnen nach einer Feuerbestattung befinden. Die Menschen, die diese Gebiete im Mittelalter besiedelten, werden gewöhnlich Preußen oder Balten genannt. Sie befassten sich hauptsächlich mit Landwirtschaft, Zucht von Pferden und anderen Tieren, Sammlertätigkeit, Jägerei, Zeidlerei, Handel, Plünderung. Ihre Bräuche, Zeremonien und Kultur sind ausschließlich aus archäologischen Ausgrabungen und den wenigen Berichten von Chronisten bekannt, weil Preußen keine Schrift kannten. Sie schafften es nicht, eine einheitliche staatliche Organisation zu gründen, sodass sie weiter in zahlreichen Stämmen lebten.

        Ein paar hundert Meter von unserem Feriendorf in der Ortschaft Redigkainen blieb, unberührt von Jahrhunderten, der preußische Friedhof mit Urnengräbern erhalten. 1932 wurde der Fund gründlich untersucht und dokumentiert. Das Gräberfeld bestand aus 7 alten preußischen Hügelgräbern mit geschmückten Gefäßen, die mit der Asche der Verstorbenen oder der gefallenen Bewohner von Redigkainen und dessen Umgebung gefüllt wurden. Dieser Fund zeugt davon, dass preußische Stämme dieses Gebiet bereits in der Bronze- und frühen Eisenzeit bewohnten. Urnen aus archäologischen Ausgrabungen, die damals in unserer unmittelbaren Umgebung durchgeführt wurden, sind derzeit im Allensteiner Museum zu sehen

Schau in das Hügelgrab hinein

Im Sommer 2016 erforschte man eines der größten Hügelgräber, die in Ermland und Masuren erhalten blieben. Das ist das größte bekannte Objekt dieser Art im Allensteiner Seengebiet. Sein Durchmesser beträgt etwa 18 m und seine Höhe 2,5 m! Man schätzt, dass es zwischen 550 und 120 vor der Geburt Christi entstand. Dieses Objekt ist einzigartig, weil es neben der äußeren Steinmauer noch eine innere Mauer gibt, die eine Einzel- und eine Doppelschicht aufweist. Diese Art der Konstruktion war bisher nur auf der Sambischen Halbinsel und Natangen bekannt, also in den Gebieten der heutigen Oblast Kaliningrad. In unserer Region ist das die erste Entdeckung eines Hügelgrabs solch einer Konstruktion!

Heutzutage kann jeder das Hügelgrab ganz einfach finden, weil es 6 km von unseren Ferienhäusern entfernt ist, es liegt am Waldweg von Bergfriede nach Münsterberg, etwa ein Kilometer hinter dem Straußenland am rot markierten Kopernikus-Wanderweg. Archäologen ließen die Nekropole offen, damit jeder sehen konnte, was sich drinnen befindet.

2. Unsere masurische Hydrotechnik und Natur

Gewässer, die unsere masurische Oase umgeben, sind ein Marschland des Flusses Alle. 1936 entstand hier ein kleiner Stausee, der für das ökologische Wasserkraftwerk in Braunswalde notwendig war. Dank dieser Investition erhielten Fische, Vögel, Wild und Pflanzenwelt einen zusätzlichen Lebensraum und Möglichkeit sich besser zu entwickeln. Davon profitierten auch Menschen, die großartige Landstriche für Angeln und Freizeit gewannen. Biber, Eisvögel, Seeadler, Störche, Schwäne, Frösche, Fische und andere Tiere sind Teil unserer täglichen masurischen Umgebung. Auf der Terrasse des Ferienhauses am Stauseeufer oder mit dem üblichen Boot oder Paddelboot können Sie diskrete Beobachtungen und Nahaufnahmen von Wildtieren machen. Auch den Anfängern und Amateuren gelingt es viele erstaunlich schöne Naturfotos zu machen! Die sog. masurische Fotosafari ist eine der beliebtesten Aktivitäten unserer Gäste.

3. Wanderwege und Radwege

Ein paar Dutzend Meter von unserem Erholungszentrum verläuft ein Wanderweg von Braunswalde nach Allenstein und eine andere rot markierte Nicolaus-Kopernikus-Wanderroute, die von Frauenburg nach Allenstein führt. Ein wenig weiter gibt es einen gelb markierten Fahrradweg und andere ausgeschilderte Wanderwege. Dadurch haben unsere Gäste einen leichten Zugang zu den lokalen Sehenswürdigkeiten und verirren sich im Wald nicht.

4.Lippnak und das alte Flussbett von Alle

  1. (2 km von uns) Infolge der im Jahre 1933 begonnenen Investition wurde der natürliche Flusslauf gekürzt, indem man drei Seen durch Kanäle miteinander verband. Durch die Veränderung des natürlichen Wasserlaufs entstand eine einzigartige kilometerlange Enklave der wilden Natur und der wunderschönen Landschaften rund um das mäandernde Flussbett der alten Alle. Gegenwärtig steht das Gebiet unter Naturschutz, man darf hier keine neuen Gebäude bauen. Die Natur eignete sich diesen vom Menschen quasi verlassenen Flussabschnitt und das umliegende Gebiet an und richtete sich diese Gegend wunderschön ein. Die Liebhaber der masurischen Fotosafari finden hier die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu testen.

5. Straußenland

(6 km von uns) Straußenland – ist beliebter Ort für kurzzeitige Erholung und Entspannung. Neben afrikanischen Sträußen züchtet man hier auch einige andere exotische Tiere. Dieser Ort ist besonders bei Kindern beliebt, weil man manche Tiere streicheln kann. Das Straußenfleisch ist immer noch wenig populär, deswegen ist eine der Spezialitäten der lokalen Küche eine Vielzahl an Speisen aus Straußenfleisch. Wenn unsere Gäste unsere Region besichtigen, besuchen sie auch sehr oft das Straußenland, um sich ein bisschen zu erholen und um etwas Leckeres zu essen.

6. Sportflugplatz in Allenstein

Deuthen war früher ein Dorf. Derzeit ist es ein Allensteiner Stadtviertel, das von den Einheimischen mit Flugzeugen assoziiert wird. Im örtlichen Flugsportklub können Touristen einen Segel-und Hubschrauberflug, einen Fallschirmsprung sowie einen Flug mit einem kleinen Flugzeug über Allenstein und seine Umgebung erleben. Für viele unsere Gäste ist das die Möglichkeit, die ersten Luftaufnahmen zu machen oder manchmal den ersten Flug überhaupt zu erleben! Und dies zu erschwinglichen Preisen.

9. Das Arboretum in Kudippen bei Allenstein

bietet viele einzigartige Naturkuriositäten, die man auf verschiedene Art und Weise nutzen kann. Es gibt hier zahlreiche Baum-, Strauch-, Kräuter- und Blumengattungen sowie andere Pflanzen. Einige sind vom Aussterben bedroht, so dass man sie nur hier sehen kann.

Das Forstamt richtete zwei naturkundliche Lehrwege: „KudypskaPolana“ am Sitz des Forstamtes und „Z Olsztyna doKudyp“ ein, die vom Stadtteil Kortowo aus nach Kudypy führt.Das Arboretum in Kudypy ist mit dem Stadtbus „7“, Fahrradoder Auto (Richtung Ostróda und weiter Abbiegung nachSząbruk) erreichbar. Darüber hinaus führen in den Gartenauch zwei Wanderwege: Kopernikusweg und Route nachAlojzy Śliwa benannt.

10. Masuren...Pferde und... Reiten

 Reiten für Profis sowie für Amateure ist in mehreren nahe gelegenen Reitzentren möglich. Interessenten können an Reittouren und touristischen Ausflügen mit Pferdegespannen teilnehmen.                    

11.Im Diwittenen Wald...

(4 km von uns) Im Umkreis von Diwitten funktionierte während des Ersten Weltkriegs der Standort der deutschen Militärluftschiffe. Das Hauptelement der Diwittener Basis war eine riesige Luftschiffhalle, die 35 m hoch, 44 m breit und 192 m lang war. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Halle aufgrund des Friedensvertrags von Versailles verkauft, abgerissen und mit der Bahn nach Deutschland, nach Darmstadt transportiert. Aus demontierten Teilen wurden in Darmstadt zwei kleinere Industriehallen errichtet. Eine von ihnen verbrannte in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts und die andere ist bis heute noch da! Sie steht unter Denkmalschutz und wurde in ein Parkhaus in der Landwehrstraße 52 umgestaltet! Im Jahr 2006 entdeckte Henryk Mondroch Stahlbetonblöcke mit Ringen, an denen man die Luftschiffe festmachte. Gegenwärtig gibt es hier einen pädagogischen und historischen Weg, die den Diwittener Luftschiffen gewidmet ist. Landeten die Luftschiffe auch in Ihrer Umgebung?

12. In dem 7 km davon entfernten Ort Kainen arbeitet eine phänomenale Anlage

 Perpetuum mobile in Kainen. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Kainen (7 km von uns) ein einzigartiges hydrotechnisches Gerät gebaut, nämlich ein Wasserwidder. Das ist eine Pumpe, die Wasser in eine beträchtliche Höhe in einen kleinen Dorfwasserturm fördert, wovon es zu mehreren Häusern im Dorf verteilt wird. Das Genie dieser Vorrichtung besteht darin, dass die Pumpe nur durch den Wasserdruck angetrieben wird. Das Wasser kommt aus der Quelle, aus der das Wasser zu den Empfängern geschöpft wird. Diese phänomenale einzigartige Erfindung nennt man historische Modernität – sie funktioniert bis heute ohne Energie von außen zu benötigen.

13. Zeugnisse

10. In Gross Buchwalde wurde das hier bekannte Holzkreuz zum ersten Mal 1776 zur Erinnerung an eine Ereignis aufgestellt. Das erwähnte Kreuz wurde aus einem nahe gelegenen Wald hergebracht. Das Drama, das hier vor langer Zeit stattfand, hatte große Auswirkungen auf das Leben einiger Menschen aus Groß Buchwalde. Dieses Geschehen trug direkt zur Entscheidung eines Mannes bei, die erste Kapelle in der Geschichte dieses Ortes zu bauen. Das Kreuz im Wald, die Kapelle in Groß Buchwalde und die historische Figur Christi in der Kirche in Münsterberg (Cerkiewnik) sind eine authentische Geschichte über die Werte der ehemaligen Einwohner von Ermland und Masuren. Solche außergewöhnlichen Zeugnisse menschlicher Liebe und des ernsthaften Glaubens an Gott kann man nur in Groß Buchwalde sehen und kennen lernen!


20. Bergfriede

1. (6 km von uns) – Bergfriede (Barkweda) Hier im Mäander des alten Flussbetts von Alle befindet sich ein von Menschen aufgeschütteter Hügel, der einen altpreußischen Burgwall bildet. Er entstand im frühen Mittelalter. Die Geländeerhebung umgeben von drei Seiten Sümpfe und Gewässer des Flusses Alle und von der Seite des Festlandes gibt es einen sogenannten Trockengraben. Diese Festung diente damals Preußen als perfekter Zufluchtsort vor der Invasion der Feinde. Sie ist sehenswert…

3. Napoleon in Bergfriede. Bergfriede ist mit dem größten dokumentierten militärischen Ereignis verbunden, das jemals in unserer Gegend stattfand. Im Februar 1807 marschierten Napoleon Bonapartes Truppen nach Russland und trugen eine blutige Schlacht bei Bergfriede aus um den Fluss Alle zu durchqueren. Die Quellen geben an, dass während der Kämpfe mehr als 300 französische Soldaten ums Leben kamen und auf der gegenüberliegenden Seite ungefähr 1.000 preußische und russische Soldaten getötet wurden.

4. Die Naturdenkmäler, die man in der Umgebung bewundern kann, sind die prächtigen Eichen, die sich neben dem altpreußischen Burgwall in Bergfriede befinden. In der Vergangenheit gab es hier auch die legendäre “Napoleon-Eiche”, man schätzte, dass sie 1000 Jahre alt sein konnte. Das zweite Naturdenkmal in der Umgebung ist ein großer Findling im Wald bei Groß Buchwalde.

23. Das Museum im Allensteiner Schloss.

Es ist immer empfehlenswert, die Stadt Allenstein, 11 km entfernt, zu besuchen. Hier finden wird die eigenhändig durch Nikolaj Copernikus gefertigte Sonnenuhr, dank der ………..was ? Das erfährst Du, wenn du kommst. Jeden Sommer werden in Allenstein einmalige kulturelle Veranstaltungen organisiert.

20. Das Diwittener Parkhaus in Darmstadt I

In Diwitten gab es ab 1914 einen deutschen Militärluftschiff-Landeplatz. Sein größtes Element war die riesige Luftschiffhalle. Sie war 35 m hoch, 28 m breit und ursprünglich 176 m lang, aber nach ihrer Erweiterung sogar 192 m lang. Die Diwittener Basis verfügte über eigene Wasserentnahmestellen, Pumpstationen, Hydrophoren, Abwassersystem und Heizungsraum mit Kohlespeicher. Ausgestattet war der Standort der Luftschiffe mit Reparaturwerkstätten, Bomben- und Munitionslagerräume sowie Stahlflaschen, die mit dem leichteren als Luft Wasserstoff gefüllt waren .

Zeppeline dieser Zeit konnten in der Luft schweben, da sich in ihnen riesige Tanks befanden, die mit diesem Gas gefüllt waren. Wasserstoff wurde nach Diwitten aus den Produktionsstätten in Königsberg und Berlin transportiert und dort in einem chemischen Elektrolyseverfahren gewonnen. Für den Transport und die Lagerung wurden speziell konstruierte Stahlflaschen verwendet. Außerdem enthielten die Lager viele Verbrauchsmaterialien, Ersatzteile für Luftschiffe sowie für Bodenfahrzeuge. Es wurden auch Treibstoffreserven für die Verbrennungsmotoren der Luftschiffe und aller anderen Fahrzeuge und Maschinen,  die sich am Standort befanden, gelagert. Der Landeplatz hatte einen eigenen Radiosender, und ab 1. August 1914 wurde in Diwitten die erste Wetterstation der Region eingerichtet, die über alle herrschenden und zu erwartenden Wetterphänomene informieren sollte. Die Wetterbedingungen für Luftschiffflüge waren von großer Bedeutung, da diese Maschinen nicht gegen Stürme, Regen und Gewitter beständig waren. Extrem schwierige Wetterbedingungen waren oft die Hauptursache für Notlandungen und Katastrophen. Mangelnde Witterungsbeständigkeit war der Grund dafür, warum Luftschiffe bei Unwetter zu ihrer Sicherheit in riesigen Hallen untergebracht werden mussten.

Von der Giebelseite der Diwittener Halle befanden sich Gleise und zwei Manöverbereiche mit einem Durchmesser von jeweils etwa 500 m. Dieser Freiraum ermöglichte das sichere Abstellen von Luftschiffen auf dem Boden und deren Start.

Die Gleislänge betrug 180 m auf jeder Seite der Halle plus 192 m im Inneren des Gebäudes. Damit der Zeppelin bei starkem Wind landen konnte, erforderte er die Muskelkraft vieler Soldaten, die den Koloss mit Seilen so positionierten, dass er über den Gleisen schwebte. Dies erlaubte, das Luftschiff in die Halle zu bringen. Bei Bedarf wurden die Sicherheitsseile durch Stahlringe verflochten, mit denen die Stahlbetonblöcke auf dem Manövergelände ausgestattet waren.

 Entdeckung

Als ich am 19. November 2006 im Diwittener Wald auf der Suche nach den Überresten des Landeplatzes in der Nähe von der Grzybowa-Straße war, entdeckte ich einige dieser Betonblöcke, an die man früher Luftschiffe befestigte. Dank diesem Fund wurde eine weitere Touristenattraktion geschaffen, die ein Beweis für die einzigartige Vergangenheit von Diwitten ist. Derzeit gibt es an der Stelle meiner Entdeckung einen Lehrpfad, der nicht nur Luftschiffen gewidmet ist. Auf den Informationstafeln des Themenweges findet man neben den ursprünglichen Überresten des Landeplatzes Bilder und Erläuterungen über diesen Ort sowie andere spannende Einzelheiten. In einem anderen Teil des Gebiets, wo damals der Luftschiff-Stützpunkts gelegen war, wurde kürzlich eine neue Wohnsiedlung errichtet, die “Zeppelin-Siedlung” heißt.

Abriss

Der Diwittener Flughafen hatte ausschließlich militärischen Charakter und die Luftschiffe waren im Ersten Weltkrieg eine der modernsten und gefährlichsten Waffen. Dank der neuesten Technologie halfen sie den Landstreitkräften sehr effektiv, siegreiche Schlachten zu führen. Sie taten dies nicht nur durch gezielte Bombenangriffe auf Land und See, sondern auch durch eine hervorragende Erkennung der Verteilung von feindlichen Streitkräften aus der Luftperspektive. Bomben wurden auch über Zivilziele abgeworfen, was Angst und Zerstörung verbreitete sowie Tod unter Zivilbevölkerung brachte. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges war Deutschland nach den Bestimmungen des Versailler Friedensvertrags verpflichtet, die Luftwaffe abzuschaffen und Einrichtungen, die zur Bedienung oder Navigation militärischer Flugzeuge bzw. Luftschiffe dienten,  abzubauen. Im Rahmen von Kriegsreparaturen musste Deutschland mehrere Luftschiffe an die siegreichen Staaten übergeben und die Produktion sowie Nutzung von Zeppelinen wurde verboten. Die Halle in Diwitten war ebenfalls durch Versailler Bestimmungen betroffen, weshalb sie abgerissen wurde. Den Auftrag für den Abriss des Militärgebäudes erhielt die Firma Karl Haefele & Co aus Königsberg, die  auf Demontage und Bau von Stahlkonstruktionen, insbesondere von hohen und komplizierten Schienen- bzw. Straßenbrücken,  spezialisiert war.

Wieder zusammengebaut

Aus einigen wertvollen Elementen von der abgerissenen Halle wurde im Hafenviertel Königsbergs ein Getreidelager errichtet. Der Getreidespeicher war 37 m hoch und konnte etwa 10.000 Tonnen Getreide aufnehmen. Für seinen Bau wurden 350 Tonnen Stahl aus der Diwittener Luftschiffhalle verwendet. Es ist nicht bekannt, ob das Gebäude oder Teile davon bis heute erhalten sind.

Die bedeutende Mehrheit der Materialien aus der Diwittener Halle wurde jedoch in Teilen  mit der Bahn von Allenstein nach Darmstadt transportiert. Hier im westlichen Industriegebiet wurden auf einem Grundstück von über 4 Hektar aus den gewonnenen Baumaterialien zwei große Industriegebäude errichtet. Beide hier geschaffenen Hallen waren 90 m lang. Sie behielten die gleiche Breite wie die Halle in Diwitten, d.h. 44 m, und ihre Höhe betrug 22 m, wodurch die gesamte Dachkonstruktion auf gleiche Art und Weise wiederhergestellt wurde, wie sie ursprünglich in Diwitten zusammengebaut wurde. Der einzige Unterschied war, dass das Gebäude viel niedriger war. Die wichtigsten Konstruktionselemente der Halle sind Stahlträger, die mit Nieten verbunden und miteinander verschraubt sind. Beide Darmstädter Hallen wurden im Frühjahr 1923 vom “Bahnbedarf Rodberg” in Betrieb genommen. Das Unternehmen befasste sich mit der Produktion und Reparatur von Schienenfahrzeugen und der Verschrottung alter Lokomotiven. Die Klinkerfassade in Kombination mit leichten Betongesimsen und Streifen aus glattem weißem Putz wurde dann vom 35-jährigen Architekten Jan Hubert Pinand entworfen. Um die Jahreswende 1969-1970 verließ die Eisenbahngesellschaft “Rodberg” die Halle. Eines der Gebäude wurde durch einen Brand zerstört, das andere diente als Lager für Getreide, Kalk und andere Handelswaren.

Die Diwittener Luftschiffhalle heute 1999 wurde die Halle, die erhalten blieb,  nach dem Entwurf der Architekten Fritsch & Schlüter zu einem viergeschossigen Parkhaus umgebaut, das bis heute den Bewohnern und Touristen Darmstadts dient. Es gibt dort 450 Parkplätze, die Parkgebühr pro Tag beträgt 3 €. Das Gebäude ist immer noch beeindruckend. Es steht unter Denkmalschutz und die Stadt Darmstadt ist stolz darauf, dass sie in der Landwehrstraße 52 ein so wertvolles und historisch einzigartiges Objekt aus Diwitten hat.

2.

Es ist immer